Adventsmarkt am 3. Advent, 17. Dezember 2017, 14 bis 18 Uhr
Marstall Lützschena, 04159 Lützschena, Schloßweg 9d

Für das leibliche Wohl ist mit Glühwein und Weihnachtsgebäck gesorgt.


Die XV. Auengalerie ist am 03.09.2017 in Anwesenheit zahlreicher Besucher eröffnet worden.

Es nahmen in diesem Jahr teil: Regina Albrecht, Johanna Baraniak, Bernhard Berres, Heike Kitzinger, Helga Mattern, Günter Meinl, Andreas, Carola und Luisa Mocker, Uwe Moosdorf, Bernd Radestock, Marianne Riedel, Frank Schletter.

Gäste der XV. Auengalerie waren: Daniel Dietze, Kerstin Hillmann, Nastassia Kitzinger, Jeannine Lindholz, Natalia Simonenko, Dr. Peter Schönfeld, Olaf Theuerkorn.
Außerdem wurden die Werke der Preisträger(innen) des Kindermalwett-bewerbes 2017 von Lützschena-Stahmeln präsentiert.

In ehrendem Gedenken waren Arbeiten von Peter Möckel, Harald Schönzart und Rolf Zimmermann ausgestellt.

Zum Jubiläum hielten wir für unsere Besucher das von der LVZ-Druckerei gedruckte neue Künstlerjournal über den Lützschenaer Künstlerkreis kostenlos während der Ausstellung bereit.

15 Jahre Lützschenaer Künstlerkreis

...kann das wahr sein?
Wo sind denn die Jahre hin?
„Eins zwei drei im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit!“
ließ uns Wilhelm Busch, Poet und Maler, wissen.

2003 hatten Peter Möckel und die Malerin Marianne Riedel die Idee, die großen und teilweise kaum noch genutzten Räume des Möckelschen Anwesens, ehemals das Labor des Chemikers und Physikers in der Elsteraue 9 für eine Ausstellung zu öffnen, in der sich die in Lützschena ansässigen Künstlerinnen und Künstler einmal präsentieren könnten. Die ersten Kontakte wurden im Dorettenring geknüpft, der in der Bevölkerung schon als „ Künstlerkolonie“ bekannt war. Familie Sanladerer, sie Innenarchitektin, er als Werbeleiter angestellt, war sofort Feuer und Flamme und hatten auch gleich noch weitere Empfehlungen bei der Hand. Und so kamen auch noch Günter Meinl, Buchgestalter und abstrakter Maler, Andreas Mocker, Musiker, Offsetdrucker und Maler, Jürgen Karremann, Holzgestalter, und Harald Schönzart, Kupferstecher, als Aktivisten der ersten Stunde hinzu.´

Unter dem Motto: „Der Kultur wieder eine Lobby“ und: „Kunst sollte auch am Stadtrand ein Zuhause haben“ wurde die I. Auengalerie klugerweise zeitgleich mit der 750-Jahr-Feier Lützschenas aus der Taufe gehoben.
Auf der das Anwesen umschließenden Parklandschaft mit einer großen Wiese stand ein Wagen der Lützschenaer Feuerwehr, umfunktioniert zum Verkauf von Getränken und Bratwürsten, Lutz Heinrich, auch als „Eisenheinrich“ bekannt durch seine lautstarken Auftritte bei „ Rock am Turm“ (Bismarckturm), sorgte für Partystimmung. Zahllose neugierige Besucher aller Altersklassen besetzten die Terrasse und die Wiese bei prachtvollem Sommerwetter, rockten mit und vermittelten Woodstock-Atmosphäre. Damit wurde die Künstlergruppe schlagartig bekannt und auch die Presse nahm Notiz. Sofort war klar, das war nicht die letzte Veranstaltung! Die Auengalerie, nur für ein Wochenende programmiert, musste um eine weitere Woche verlängert werden. Fest stand auch: die hier präsent gewordenen Künstler müssen zusammenbleiben!
Nach diesem Paukenschlag galt es, sich weiter zu entwickeln und zusammen zu schweißen. In der Folgezeit hatten wir großes Glück auf der Suche nach Erweiterung unserer kleinen Gruppe.
Aufmerksam geworden auf eine umfangreiche Personalausstellung, kuratiert von der Universität Leipzig, konnten wir Kontakt zu Prof. Siegfried Ratzlaff herstellen, ein herausragender Maler und Grafiker, der das Lehramt für Kunsterziehung in Leipzig innehatte. Sein Beitritt in den Lützschenaer Künstlerkreis und seine Mitarbeit wurden zu einer maßgeblichen Bereicherung für uns. Wir bedauern, dass er altershalber nicht mehr dabei sein kann.
Der Zugang von Rolf Zimmermann, ehemals erfolgreicher Werbedesigner, war ein weiterer Glücksfall. Er sorgte mit seiner ungewöhnlichen Technik der Aquarell-Malerei für erstaunliche Ergebnisse und Bewunderung. Sein unerwarteter Tod und ebenso der Tod Harald Schönzarts im vergangenen Jahr hinterließen eine große Lücke. Beide fehlen uns sehr und wir werden sie nicht vergessen. Harald Schönzarts detailreiche Kupferstiche des Auwaldtieres bzw. der Auwaldpflanze des Jahres waren unter Kennern sehr geschätzt.
Frank Schletter, Schauspieler und Regisseur, hat sich auf die Aktmalerei spezialisiert  und versteht es, mit seinen Darstellungen des weiblichen Körpers dessen Schönheit nahe zu bringen, sehr zur Freude, hauptsächlich der männlichen Ausstellungsbesucher.
Regina Albrecht wurde von uns entdeckt, da sie im Vorgarten ihres Hauses sehenswerte Plastiken aufgestellt hatte, die in Qualität und Originalität sofort Aufmerksamkeit erheischten, wir holten sie sofort mit ins Boot. Sie wurde somit das 2. Standbein neben Johanna Baraniak, die als erste die Abteilung Keramik eröffnet hatte. Hinzu stieß auch noch Helga Mattern. Ihre Objekte, skurril und fantasievoll, in höchster Qualität aus verschiedenen Materialien gefertigt, rufen immer wieder Beachtung und auch Schmunzeln hervor.
Neben weichen Pinselstrichen haben wir aber auch die spitze Feder im Angebot: Uwe Moosdorf, nebenberuflich als Karikaturist bereits bekannt und als Satiriker gefürchtet, schockiert jedes Jahr aufs Neue die braven Bürger und entzückt die weniger braven. Er ist ein gnadenloser Beobachter seiner Umwelt, der vor nichts Respekt hat.
Wir und seine Fangemeinde lieben ihn! 
Eine besondere Rolle spielt die „Mocker-Family“ als eine musische Einheit in unserer Gemeinschaft. Andreas, seit der ersten Stunde mit dabei, sticht u.a. mit seiner Portraitreihe bekannter Rockmusiker hervor, die in ihrer fotorealistischen Manier, teilweise mit Original-Autogrammen versehen, ein echter Hingucker sind. Unsere Vernissagen werden von ihm musikalisch mit Gesang und Gitarre umrahmt. Carola, die Frau an seiner Seite, als Werbefachfrau bei uns integriert, arbeitet seit kurzem in unserer Sparte künstlerische Keramik mit, während Tochter Luisa mit ausgereiften Ergebnissen im Fach Fotografie überrascht. Unsere Devise durch künstlerische Vielfalt zu überzeugen, ist somit aufgegangen. Sie ist auch heute noch für unser Erscheinungsbild maßgebend.
Die Bandbreite unserer Arbeit: Malerei, Grafik, Fotografie, Keramik, sowie Objektkunst hat für jeden unserer Kunstfreunde, die uns über die Jahre hinweg die Treue halten, etwas zu bieten. Sie führt sicherlich auch manchen Neuling, der sich bis jetzt gescheut hat, ein Museum oder eine Galerie zu betreten, an die Kunst heran.
Unsere von Picasso übernommene Devise „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ ist ein wichtiger Impuls für unsere Arbeit.
Einen großen Qualitätssprung konnten wir verbuchen, als der uns sehr verbundene Freiherr Speck von Sternburg anbot, in seinem Schloss in Lützschena ausstellen zu dürfen. Damit waren uns natürlich neue Möglichkeiten eröffnet. Nach Fertigstellung des Umbaus des zum Schloss gehörenden ehemaligen Marstalls erhielten wir die einmalige Gelegenheit, unsere Auengalerie im Dachgeschoss auszurichten. Die Größe der Ausstellungsfläche und der besondere Charme des Raumes sind eine Chance, um die uns jeder beneidet,
 und für die wir uns bei Herrn von Sternburg und Freiherr von Erffa als Hausherr bedanken. Mit dieser tatkräftigen Hilfe sind wir jetzt auch ein fester Bestandteil des Lützschenaer Schlossparkfestes geworden, das wir auch dieses Jahr wieder mit unserer 15. Auengalerie bereichern möchten. Wir nehmen es als Ansporn, uns auch in Zukunft stetig weiter zu entwickeln um unserer Aufgabe, den Menschen Freude zu vermitteln, gerecht werden zu können. Eine Aufgabe, die heute notwendiger ist denn je. Wir hoffen auch weiterhin auf das ungebrochene Interesse an unseren Arbeiten.
Frischer Wind und viel Kreativität kamen durch die letzten Neu-zugänge in unsere Gruppe:
Bernd Radestock, langjähriger leitender Mitarbeiter bei der Leipziger Volkzeitung, der sich schon lange mit Malerei befasste, ergänzt unser Spektrum mit einfallsreichen und hintersinnigen Darstellungen in starker expressiver Farbigkeit. Heike Kitzinger punktet ebenfalls durch phantasievolle, detailreiche und farbenfrohe Malerei. Bernhard Berres, der auf dem Gebiet der Fotografie mit Landschaften aufmerksam macht, die mit den ihnen innewohnenden Stimmungen berühren, sowie mit seinen Aktstudien, die ohne jede Prüderie, frech bis frivol, das Gebiet der Erotik bedienen, dabei durchaus provozieren, aber nicht nur Kenner der Materie ansprechen.
Sie vervollständigen unsere Stammbesetzung und tragen zur Vielfalt  unterschiedlicher Auffassungen bei. Darüber hinaus laden wir uns zu jeder Ausstellung  Gast-Künstler ein, damit neben Bekanntem auch für Überraschung gesorgt ist und das Interesse immer neu geweckt wird.
In unserer heutigen Zusammensetzung sind wir eine Künstlergemeinschaft, die in der Lage ist, in der Leipziger Kunstszene ihren Platz einzunehmen und zu behaupten, und die der selbstgestellten Aufgabe, die Kunst außerhalb elitärer Einrichtungen an die Menschen zu tragen und ihnen näher zu bringen, in jeder Hinsicht erfüllen kann.
Das ist auch der Grund dafür, dass Herr Freiherr Speck von Sternburg, der das Leipziger Kunstleben nach der Wende maßgeblich beeinflusst hat, uns über all die Jahre voller Aufmerksamkeit unterstützt hat. Dafür möchten wir uns ebenfalls sehr herzlich bedanken. Sie ist uns Verpflichtung und Ansporn, auf dem eingeschlagenen Weg fortzuschreiten.
Wir blicken deshalb voller Optimismus und Zuversicht in die Zukunft und freuen uns auf die nächsten Jahre gemeinsamer Anstrengung und Erfolge, denn Kunst soll Freude bringen, im Entstehen, Vermitteln und Betrachten.




In ehrendem Gedenken

      Harald Schönzart

      31.08.1951 - 30.12.2016

    

    


                    Rolf Zimmermann

                    17.02.1938 - 22.05.2016






Am 2. Advent 03./04.12.2016 Weihnachtsausstellung mit Kunstverkauf und
Kunstauktion am 4.12., 16 Uhr
im Marstall von Schloss Lützschena statt.

Auktionskatalog mit Informationen zu den Kunstwerken und den Start-Geboten - Download hier.

Für das leibliche Wohl ist mit hausgebackenem Kuchen, Kesselgulasch und
weihnachtlichen Heißgetränken gesorgt.                                                     Ihr Lützschenaer Künstlerkreis

 

Wir waren total überwältigt vom Besucherandrang anlässlich der Vernissage zur 14. Auengalerie und möchten uns bei allen Gästen herzlich bedanken. Ganz besonderer Dank gilt Herrn Wolf-Dietrich Freiherr Speck von Sternburg und Familie von Erffa, die unsere Ausstellung schon viele Jahre ermöglichen. Die Ausstellung kann noch bis zum 11.09.2016 besichtigt werden, jeweils von 15 bis 18 Uhr (außer 10.09.2016).



4. September 2016,  15.00 Uhr, Marstall Schloss Lützschena,
Eröffnung der XIV. Auengalerie durch Wolf Dietrich Frh. Speck von Sternburg
Der Lützschenaer Künstlerkreis bereitet die XIV. Auengalerie vor.

Es ist inzwischen zur Tradition geworden. Die Auengalerie am 1. Sonntag im September. Der Lützschenaer Künstlerkreis präsentiert wie schon seit immerhin 14. Jahren seine Arbeiten im Marstall des Schlosses Lützschena. Die Malerin Marianne Riedel und die Maler Frank Schletter Andreas Mocker und Günter Meinl sind ebenso wie der Kupferstecher Harald Schönzart, der Cartoonist Uwe Moosdorf sowie die Keramikerinnen Johanna Baraniak und Regina Albrecht von Anfang an dabei. Später fand dann die junge Fotografin Luisa Mocker und Ihre Mutter Carola als sehr geschickte Keramikerin Aufnahme in die Gruppe. Die Malerin Heike Kitzinger und der Maler Bernd Radestock sind 2015 zu der Gruppe gestoßen und werden als Bereicherung von den Mitgliedern gesehen und vom Publikum geschätzt. Seit Mai 2016 ist der Fotograf und Galerist Bernhard Berres das neueste Mitglied in der Gemeinschaft.
Wie jedes Jahr hat sich der Künstlerkreis auch wieder Gäste eingeladen. Die Malerinnen Alexandra Bonin, Gerhild Bialas und die Objektkünstlerin Helga Mattern aus Leipzig und eine international bekannte Künstlerin aus Sankt Petersburg,  die Malerin Natalia Simonenko.
Man kann gespannt sein auf das was die Gruppe mit ihren Gästen zeigt.  Wir können aber sicher sein, dass diese Schau  mit ihren anspruchsvollen Arbeiten, die die Sinne für Schönes anregt, Anstöße zum Nachdenken gibt und Lebensfreude,  Menschlichkeit und Toleranz vermittelt.  Darüber hinaus kann man mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen und wer Wert darauf legt, seine eigenen vier Wände nicht nur mit Reproduktionen aus dem Einrichtungshaus zu schmücken, sondern in seinem Heim echte Kunst präsentieren möchte, wird sich sicher auch über den Kaufpreis einig werden.

Die Karte zur Auengalerie 2016 können Sie hier downloaden.